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Grundwasser weiterhin mit Nitrat belastet

Der Nitratbericht 2016 gibt für Deutschland keine Entwarnung bei der Gewässerbelastung durch Düngemittel aus der Landwirtschaft. 28 Prozent der Messstellen überschreiten den gesetzlich vorgegebenen Wert von 50 Milligramm pro Liter.

 

Gülle ausbringen
(Bildquelle: High Contrast)

 

Nitrat ist für Pflanzen wichtig. Zu viel davon als Dünger in der Landwirtschaft schadet aber unseren Gewässern und den Menschen. Die deutschen Gewässer sind an vielen Orten in hohem Maße mit Nitrat und Phosphor verseucht. Der aktuelle Nitratbericht von 2016 zeigt im Vergleich zum Nitratbericht von 2012 keine wesentlichen Verbesserungen. An 28 Prozent der berücksichtigten Messstellen wird der Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter überschritten. Ein weiteres Problem ist das hohe Vorkommen von Phosphor. 65 Prozent der Messstellen weisen zu hohe Werte auf. Phosphor gelangt über die landwirtschaftlich genutzten Flächen letztlich in die Küstengewässer der Nord- und Ostsee und fördert dort das Algenwachstum.

 

Als Verursacher gilt aus Sicht des Bundesumweltministeriums die Landwirtschaft. Die Landwirte bringen zu viel Kunstdünger und vor allem Gülle auf die Felder. Über die 2016 neu fertiggestellte Novelle des Düngerechts sollen nun mit verschärften Düngeregeln die Nitratwerte mittelfristig gesenkt werden. Nur so können die anhaltende Verseuchung des Grundwassers eingedämmt und drohende zusätzliche Kosten für die Trinkwasserversorgung vermieden werden. Laut dem BDEW wird das neue Düngerecht jedoch nicht ausreichen, die Nitratbelastung zu senken.

 

Deutschland wurde 2017 von der EU-Kommission wegen Verstößen gegen die EU-Nitratrichtlinie verklagt. In der Anklage heißt es, das Deutschland es versäumt hat, strenger gegen die Verunreinigung durch Nitrat vorzugehen. Im Falle einer Verurteilung drohen hohe Geldstrafen

In welchen Regionen ist das Grundwasser besonders belastet?

In Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und in einzelnen Regionen in Bayern liegen die Messwerte an einigen Messstellen um das Achtfache höher als der erlaubte Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter. Nach einer Auswertung des Umweltbundesamts liegen die gemessenen Nitratmengen in vielen Regionen zumindest beim zwei- bis dreifachen Wert. In diesen Regionen müsste das Nitrat pro Hektar im Jahr zum Teil um mehr als 100 Kilogramm gesenkt werden.

Nitratgehalte Grundwasser Deutschlandkarte

(Siehe auch hochauflösende Karte des VSR-Gewässerschutz: Nitratbelastung im Grundwasser)

 

Eine Konzentration über dem gültigen Grenzwert kann nach Angaben der EU-Kommission erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit von Menschen haben, insbesondere auf schwangere Frauen und Kleinkinder.

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